Wehret den Anfängen! Seid mutig! Passt auf!
Das sind die mahnenden Worte der Überlebenden des Holocaust, Margot Friedländer. Diese Frau ist 103 Jahre alt und mahnt uns immer wieder aufzupassen, nicht zu vergessen und zu erinnern.
Aus Anlass des 80 Jahrestages der Befreiung des KZ Ausschwitz und des Internationalen Gedenktages für die Opfer des Faschismus fand am Montag, 27. Januar 2025 am historischen Standort der Gaskammer der ehemaligen „Euthanasie“-Tötungsanstalt am Nicolaiplatz eine Gedenkveranstaltung statt.
Vertreter von Parteien, Abgeordnete der Stadtverordnetenversammlung, Vereinen und Personen, die ihrer ermordeten Angehörigen gedenken wollten, kamen, um an diesem Tag an die schrecklichen Ereignisse von damals zu erinnern. Die Leiterin der Gedenkstätte Frau De Pasquale und der Oberbürgermeister unserer Havelstadt, Herr Steffen Scheller, betonten in ihren Worten, dass wir heute, mehr denn je, an die Ereignisse von damals erinnern müssen und niemals müde werden dürfen, zu mahnen.
Die Gedenkrede wurde von Frau Prof. Dr. Fuchs gehalten. Sie hat zur Geschichte der NS-Medizinverbrechen und ihrer Opfer geforscht. Sie brachte den Anwesenden zwei persönliche Schicksale nahe. Diese Schicksale einer jungen Frau und eines Kindes zeigten die Menschenverachtung der Nationalsozialisten auf grausame Weise. Anschließend wurden die Kränze zum ehrenden Gedenken niedergelegt.
Jeder Mensch hat ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben, egal, ob mit oder ohne Beeinträchtigung, ob gehörlos, ob körperlich, geistig oder psychisch krank. Das ist die Botschaft, die wir alle, jeder an seinem Platz, beherzigen sollten.


