Neue Brücke in Wust für Autoverkehr freigegeben

Nach jahrelanger Verzögerung ist die neue Brücke in Wust (Brandenburg an der Havel) seit kurzem für den Autoverkehr freigegeben. Die Bundestagsabgeordnete Christin Willnat begrüßt die Freigabe, mahnt aber zur Vollendung des gesamten Vorhabens.

Die Brücke selbst war bereits 2023 fertig. Genutzt werden konnte sie nicht, weil die nötigen Straßenanschlüsse fehlten. Im September 2025 wurden diese Arbeiten schließlich abgeschlossen. Der Geh- und Radweg bleibt weiterhin gesperrt, weil das Geländer noch nicht montiert ist. Das gesamte Bauvorhaben soll nach aktuellem Stand erst im dritten Quartal 2027 abgeschlossen sein. Es umfasst die Bahnüberführung, Geh- und Radwege, den Rückbau des bisherigen Bahnübergangs sowie drei Lärmschutzwände. Die Gesamtkosten liegen bei rund 17,1 Millionen Euro.

Die Verzögerungen haben inzwischen auch überregional für Aufmerksamkeit gesorgt. extra 3 widmete der Wust-Brücke einen Beitrag in ihrer Rubrik „Realer Irrsinn“ und auch der Youtuber Rezo griff das Thema in einem seiner Formate auf.

„Natürlich ist es gut, dass die Autos jetzt endlich über die Brücke fahren können. Aber man muss sich schon fragen, warum eine Brücke, die seit 2023 fertig ist, so lange einfach nicht genutzt werden konnte. Dass wir damit inzwischen sogar in YouTube-Videos auftauchen, ist ehrlich gesagt schon etwas peinlich“, sagt Christin Willnat.

Für Willnat ist das Vorhaben erst abgeschlossen, wenn die Brücke für alle Verkehrsteilnehmer*innen nutzbar ist. „Wir sollten bei Infrastruktur nicht nur daran denken, dass Autos von A nach B kommen. Menschen gehen zu Fuß, fahren mit dem Fahrrad oder sind aus anderen Gründen auf sichere Wege angewiesen. Deshalb ist für mich die Aufgabe erst dann erledigt, wenn die Brücke wirklich für alle nutzbar ist.“

Christin Willnat ist Mitglied des Deutschen Bundestages und verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke.
Sie setzt sich für starken Verbraucherschutz, bezahlbares Wohnen, soziale Gerechtigkeit und eine verlässliche Finanzierung der Kommunen ein.