Merz treibt Menschen in Schuldenfalle

Während immer mehr Menschen finanziell unter Druck geraten, verschärfen die Bundesregierung und Friedrich Merz die Lage weiter.
Geplante Einschnitte bei Rente und Pflege treffen genau diejenigen, die ohnehin schon kämpfen müssen und reißen neue Löcher in den Lebensalltag der Menschen.

Die gesetzliche Rente soll künftig nur noch eine Basisabsicherung sein. Gleichzeitig plant die Regierung massive Einsparungen im Gesundheitssystem und in der Pflege, um Milliardenlücken zu schließen.
Mehr Eigenkosten, weniger Absicherung und ein wachsender finanzieller Druck auf Millionen Menschen.

Auch in Brandenburg an der Havel zeigt sich, die Pflege steht schon heute massiv unter Druck. Personal wird weniger, gleichzeitig steigt der Bedarf. Ein Großteil der Beschäftigten ist bereits über 40 Jahre alt, viele sogar über 50 Jahre.
Die Pflege altert selbst, während immer mehr Menschen versorgt werden müssen.
Das System trägt sich vor allem durch wenige, stark belastete Strukturen. Hohe Teilzeitquoten und schwierige Arbeitsbedingungen zeigen, wie instabil die Lage bereits ist.

Die Bundestagsabgeordnete und verbraucherschutzpolitische Sprecherin Christin Willnat (Die Linke) warnt:
„Hier wird der Sozialstaat Stück für Stück zurückgebaut. Die Menschen sollen privat vorsorgen, mehr zahlen und gleichzeitig mit immer weniger Unterstützung klarkommen. Wofür zahlen die Menschen denn noch ein?“

Steigende Preise, unsichere Einkommen und ein aggressiver Kreditmarkt treiben immer mehr Menschen in die Verschuldung. Gleichzeitig stehen Schuldnerberatungsstellen kurz vor dem Kollaps. Wenn Menschen mehr für Pflege, Gesundheit und Altersvorsorge selbst zahlen müssen, steigen die Schulden schneller und die Nachfrage nach Beratung explodiert.
Schuldnerberatungsstellen sind schon heute überlastet. Mittel fehlen oder werden gestrichen und das bedeutet weniger Termine, längere Wartezeiten oder gar keine Hilfe mehr.
Menschen, die keine Unterstützung mehr bekommen, verlieren den Überblick.
Mahnungen stapeln sich, Situationen eskalieren.

„Das ist eine gefährliche Kettenreaktion. Weniger soziale Absicherung führt zu mehr Schulden und gleichzeitig wird genau die Hilfe kaputtgespart, die Menschen wieder herausbringen könnte. Wer Renten kürzt, Pflege verteuert und parallel die Beratung schwächt, produziert bewusst soziale Krisen“, so Willnat weiter.

Das alles ist finanzierbar.
Es muss nur von der Lobby eingefordert werden, die für diese Entwicklung mitverantwortlich ist.
Dass die Bundesregierung das aus ideologischen Gründen nicht einmal in Betracht zieht, ist ein sozialpolitisches Armutszeugnis.

» Quellennachweis