Tag der Befreiung: Nie wieder ist jetzt.

Zu einer Gedenkveranstaltung anlässlich des Tages der Befreiung vom Faschismus am 08. Mai hatten die Naturfreundejugend (Landesverband Brandenburg), der Kreisverband der Linken, das Rote Kollektiv und das Antifaschistische Jugendforum Brandenburg aufgerufen. Um 17.30 Uhr ging es vom Brandenburger Hauptbahnhof aus zum Sowjetischen Ehrenmal, wo Blumengebinde niedergelegt und in kurzen Reden sowie mit einer Schweigeminute der Opfer gedacht wurde, die bei der Zerschlagung des Hitlerfaschismus erbracht wurden, und zwar insbesondere von den Soldaten der damaligen Sowjetunion. Rund zehn Millionen Angehörige der Roten Armee wurden getötet oder starben in Kriegsgefangenschaft. Erinnert wurde auch an den Holocaust, die Tötung von Sinti und Roma, an die Euthanasieverbrechen und weitere Kriegsverbrechen der Nazis. Etwa 75 vor allem jugendliche Brandenburger nahmen an der Veranstaltung teil. „Wer in der Gegenwart den Tag der Befreiung in einen Tag der Kapitulation umdeutet, betreibt Geschichtsfälschung und tritt den leidenschaftlichen Wunsch unserer Großeltern und Urgroßeltern mit Füßen: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“, resümierte eine Rednerin. Zitiert wurde auch der Schlusssatz aus Brechts „Arturo Ui“: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“

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