Kranzniederlegung zum Volkstrauertag
Die Linke

Ausdruck der Trauer, des stillen Gedenkens und der Sorge um den Erhalt eines Friedens

Am gestrigen Volkstrauertag fanden sich wie jedes Jahr Vertreter von Parteien, Organisationen und der Stadtverwaltung sowie regionale Repräsentanten der Bundeswehr auf dem Marienberg-Friedhof ein, um an den Grabstätten der Opfer von Krieg und Vertreibung Blumengebinde niederzulegen als Ausdruck der Trauer, des stillen Gedenkens und der Sorge um den Erhalt eines Friedens, der gegenwärtig immer brüchiger wird. An diesem nasskalten Sonntagmorgen schienen mir die Mienen der Versammelten noch ernster und nachdenklicher als in den Jahren zuvor.

Bürgermeister Scheller betonte, dass sich angesichts der Millionen Toten aus zwei Weltkriegen und aus -zig immer wieder aufflammenden Kriegsherden, angesichts der Leiden und grausam verkürzten Lebenswege der Opfer jegliche ideologisch bzw. propagandistisch gefärbte Betrachtung von selbst verbiete. An den Gräbern der Gefallenen und Ermordeten aus vielen Ländern wird offenkundig, welch zweifelhafter Klang dem Wort ´Kriegsheld´ anhaftet.

Die kurze, intensive Gedenkveranstaltung war trotzdem lang genug, um nebenbei einen Eindruck von den veränderten Kräfteverhältnissen nach der Landtags- und vor der Bundestagswahl zu vermitteln. Da ließen sich fast alle neuen Stadtverordneten des BSW und der AfD sehen und auch Landtagsabgeordnete anderer Wahlkreise wie Saskia Ludwig (CDU) und Birgit Bessin (AfD) kamen eigens nach Brandenburg.