Die Linke

Arlines bevorzugt – Fluggastrechte beschnitten

Du willst verreisen, aber dein Flug ist verspätet oder gestrichen. Du hast heute noch ein Recht auf Entschädigung.
Ab vier Stunden Verspätung soll das wegfallen.

Was ist passiert:
Der EU-Rat will die Schwelle für Entschädigungsansprüche von drei auf bis zu sechs Stunden anheben. 85 Prozent der Betroffenen würden ihren Anspruch komplett verlieren. Das Europaparlament hat das mit 632 zu 15 Stimmen abgelehnt.
Die Bundesregierung will zwar an der 3-Stunden-Grenze festhalten, schlägt aber gleichzeitig vor, die bisherigen Entschädigungen von 250, 400 und 600 Euro je nach Strecke durch einen einheitlichen Pauschalbetrag von 300 Euro zu ersetzen.

Wer heute einen Langstreckenflug bucht und sechs Stunden wartet, bekommt damit künftig 300 statt 600 Euro.

Das ist ein Rabatt für Airlines auf Kosten der Passagier*innen! Am 15. Juni läuft die Frist ab.

Keine Einigung ist besser als diese Einigung.

Was es braucht: Die 3-Stunden-Grenze muss dauerhaft gesetzlich verankert werden, ohne Ausnahmen. Die gestaffelten Entschädigungen von 250, 400 und 600 Euro müssen erhalten bleiben. Bei Airline-Insolvenzen brauchen Passagier*innen eine Pflichtversicherung, damit sie ihr Geld zurückbekommen.
Und wer sein Recht einfordert, darf dafür kein Klagerisiko tragen.

Die Bundesregierung muss sich vollständig auf die Seite der Passagier*innen stellen, nicht nur bei der Frist, sondern auch bei den Entschädigungssummen.