Buchtipps

"Ein bisschen gleich ist nicht genug - Warum wir von Geschlechter-
gerechtigkeit noch weit entfernt sind. Ein Weckruf."

Videobuchtip von Gerd Scobel (3Sat) zu meinem Buch

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“Mauern einreißen! Weil ich glaube, dass wir die Welt verändern können.” (erhältlich im Buchhandel und bei Amazon)

 

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Informationen auch auf Anke's Homepage

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Bewerbungsrede auf der Vertreter*nnenversammlung im November 2016
 

 
 

Anke Domscheit-Berg

Unsere Kandidatin zur Bundestagswahl 2017

Anke Domscheit-Berg

Am 24. September 2017 wird ein neuer Bundestag gewählt. Alle vier Jahre haben Wählerinnen und Wähler die Möglichkeit, die Zusammensetzung des Bundestages und damit auch der Bundesregierung mit ihrer Wahlentscheidung neu zu bestimmen.

Unsere Kandidatin, Anke Domscheit-Berg, wurde am 29.06.2016 bei der Wahlkreisversammlung der LINKEN im Wahlkreis 60 (Brandenburg an der Havel, Potsdam-Mittelmark I, Havelland III, Teltow-Fläming I) zur Direktkandidatin für die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag in diesem Jahr gewählt.

Im Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) in Brandenburg an der Havel sprachen der parteilosen Domscheit-Berg 64 der 76 anwesenden Genossinnen und Genossen das Vertrauen aus (84,21%).

Somit trifft die 1968 in Premnitz geborene Publizistin, die heute mit ihrer Familie in Fürstenberg/Havel (Oberhavel) lebt, im Wahlkampf auf Generalstaatsanwalt Dr. Rautenberg (SPD), und Oberbürgermeisterin Dr. Tiemann (CDU). Bei der Bundestagswahl 2013 gewann die SPD mit Frank-Walther Steinmeier das Direktmandat im Wahlkreis 60.

Zu den Schwerpunkten von Anke Domscheit-Berg gehören der Kampf gegen Rechts, die Themen Zukunft und digitale Revolution, Bildungsgerechtigkeit und Flüchtlingspolitik. Mehr über unsere Direktkandidatin erfahren Sie hier.

Anke Domscheit-Berg schlug sich am besten

Eindrücke von der Podiumsdiskussion mit den Direktkandidaten für Wahlkreis 60

v.l.n.r: Matthias Täge für die Piraten, Dietlind Tiemann für die CDU, Eric Vohn für die FDP, Anke Domscheit-Berg für DIE LINKE, Erardo Rautenberg für die SPD, Till Heyer-Stuffer für die Grünen, Klaus Riedelsdorf für die AfD
v.l.n.r: Matthias Täge für die Piraten, Dietlind Tiemann für die CDU, Eric Vohn für die FDP, Anke Domscheit-Berg für DIE LINKE, Erardo Rautenberg für die SPD, Till Heyer-Stuffer für die Grünen, Klaus Riedelsdorf für die AfD
Podium
Podium
Zuhörer
Zuhörer

18.05.2017: Angesichts der selektiven Berichterstattung in den Medien fühlt man sich immer öfter genötigt nachzutragen, worüber nicht berichtet wurde.

So auch bei der Podiumsdiskussion vom vergangenen Donnerstag mit den Bundestags-Direktkandidaten für den Wahlkreis 60, die von der Akademie 2. Lebenshälfte und dem Seniorenbeirat organisiert worden war.  Aufgetreten sind (siehe Bild 1, v.l.n.r.) Matthias Täge für die Piraten, Dietlind Tiemann für die CDU, Eric Vohn für die FDP, Anke Domscheit-Berg für DIE LINKE, Erardo Rautenberg für die SPD, Till Heyer-Stuffer für die Grünen und Klaus Riedelsdorf für die AfD.

Wie zu erwarten ging es zunächst um Themen, die für diesen Besucherkreis naheliegen, wie  Rente, Pflege und Steuergerechtigkeit – und da lagen die Auskünfte der Kandidaten auch recht dicht beieinander. Schließlich ist Wahlkampf und man kann es sich mit den Alten nicht verscherzen: Gefordert wurde, dass die Angleichung der Ostrenten früher kommen soll, dass in die Pflegeversicherung gerechter eingezahlt werden soll, dass Pflegekräfte besser bezahlt werden müssen und gut ausgebildet nach einem angemessenen Pflegeschlüssel ihre Arbeit tun sollen. Soweit, so gut, allerdings sollte man auch die Zwischentöne beachten.

So stellte der AfD-Kandidat eine Verbindung zwischen Sozialleistungen und Bevorzugung eines traditionellen Familienmodells her. Bedeutet das etwa: Wenn das Vater-Mutter-Kind(er)-Modell funktioniert, können Rentenunterschiede durch den „Ernährer“ der Familie besser abgefangen werden und die Pflege bedürftiger Familienangehöriger obliegt wieder traditionell den Frauen?? Wo leben wir denn! 

Dietlind Tiemann erläuterte, dass sich die Stadt in Sachen Pflegeausbildung vor allem selbst geholfen habe und auf diesem Wege die Versäumnisse des Landes bzw. Bundes teilweise kompensieren konnte. Auch an anderer stelle zog die OB die lokale Karte nach dem Muster: Ich punkte mit meinen eigenen Erfolgen.

Der FDP-Mann stellte das Thema Rente unter den bekannten Slogan seiner Partei: „Leistung muss sich wieder lohnen“, problematisierte aber nicht die stillschweigende Übereinkunft des herrschenden Wirtschaftssystems, die darin besteht, nur bestimmte Leistungen überhaupt mit einem Lohn zu bedenken. So lange die Verhältnisse zwischen Erwerbsarbeit und Nicht-Erwerbsarbeit (Familienarbeit, ehrenamtliche Tätigkeit) aber so sind, wie sie derzeit sind, werden sich nur solche Arbeitsleistungen lohnen, die durch das Nadelöhr privatkapitalistischen Interesses passen.

Anke Domscheit-Berg machte auf diesen Widerspruch aufmerksam und forderte eine Revolutionierung der Verteilungssysteme: „Ich persönlich vertrete in diesem Zusammenhang auch die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens.“ Vor einigen Jahren hat diese Idee noch nachsichtiges Kopfschütteln hervorgerufen; inzwischen ist sie, wie die Reaktionen der Anwesenden zeigten, durchaus hoffähig geworden. Überhaupt hinterließ Anke Domscheit-Berg den kompetentesten Eindruck, hatte auch die größten Redeanteile. Man mag mich wegen dieser Einschätzung der positiven Voreingenommenheit zeihen, aber auch ein Applausmesser wäre zu diesem Urteil gekommen und die Rückmeldungen der Teilnehmer, mit denen ich ins Gespräch kam, ging in die gleiche Richtung.

Auch die Diskussion zu den Themen innere Sicherheit und direkte Demokratie hielten die Medien der Erwähnung für wert. Natürlich ließ es sich Dietlind Tiemann nicht nehmen, das Votum von SPD, Linken und Grünen im Landtag gegen die Volksinitiative Kreisgebietsreform heftig zu kritisieren: Hier werde Volkes Wille ignoriert. Ach, wenn sie doch mit der gleichen Vehemenz die Bürgerinitiative Packhofbebauung in Schutz nehmen würde!

Von der Lokalpresse unter den Teppich gekehrt – und das finde ich skandalös –  wurde die Diskussion zum Thema Friedenssicherung und Verhältnis zu Russland.  Mehrere Teilnehmer drückten ihre Befürchtungen mit Blick auf die derzeitigen Krisen- und Kriegsherde aus. Tenor: Wenn der Weltfrieden in Gefahr ist, werden alle anderen Probleme zweitrangig. Reflexartig wurde daraufhin von einigen Podiumsteilnehmern – es dürfte müßig sein, ihre Parteizugehörigkeit zu erwähnen –   die Rolle Russlands gegeißelt.

„Ich kann doch nicht ignorieren“, sagte der FDP-Mann, „dass sich vor allem Polen und andere Nachbarstaaten von Russland bedroht fühlen.“ Leider stieß auch Erardo Rautenberg in dieses Horn. Kleiner Tipp: Einfach mal googeln (und Google kann man ja nun wirklich nicht der Linkslastigkeit verdächtigen), wie viele kriegerische Auseinandersetzungen die USA angezettelt oder unterstützt haben und wie viele Russland. Das Verhältnis ist etwa 5:1,  wobei die Nähe oder Ferne zum eigenen Territorium noch nicht einmal berücksichtigt wurde. Die historische Rolle Deutschlands als verheerendster Kriegstreiber aller Zeiten kam in diesem Zusammenhang leider nicht zur Sprache.  „Es gibt wenige Regierende, die lupenreine Demokraten sind, aber Putin ist beileibe nicht der Schlimmste, vor allem nicht der Unberechenbarste“, resümierte Anke Domscheit-Berg.

Text: Dr Uta Sändig
Bild: © ZiP/DIE LINKE

Die Freitagskolumne

Seit Oktober 2016 schreibt Anke gemeinsam mit ihrem Mann Daniel Domscheit-Berg eine wöchentliche Kolumne für die Frankfurter Rundschau.

Sie heißt Netz-Teil, erscheint in der Wochenendbeilage "FR7" und befaßt sich Woche für Woche mit Themen der digitalen Gesellschaft.

" Die Bandbreite ist hoch und reicht von meinem Lieblingsthema Zukunft der Arbeit und 3D Drucken bis hin zur Frage, wer die Inhalte für Wikipedia schreibt (85 % Männer), wie Bildung reformiert werden muss oder wie der offene Zugang zu Wissen und Produktionsmitteln auch in Entwicklungsländern einen Quantensprung ermöglichen kann."

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Goldener Zaunpfahl – Warum Gendermarketing uns schadet

Am 3. März wurde im Hebbel am Ufer Theater in Berlin zum ersten Mal der Negativpreis “Goldener Zaunpfahl” für das absurdeste Gendermarketing verliehen.

Die Idee dafür kam mir am 17. Juli 2016, als Almut Schnerring und Sascha Verlan (die Autor*innen der Rosa-Hellblau-Falle) mal wieder ein besonders gruseliges Beispiel für Gendermarketing twitterten (es handelte sich um rosa und hellblau gelabeltes WASSER).

Ich reagierte darauf mit dem Vorschlag, über einen Preis für bescheuertes Gendern nachzudenken weiterlesen

Trump ist ein Warnschuss. Aber das Motto gilt: Never waste a Crisis!

Anke Domscheit-Berg zum Ausgang der US Wahl

Anke Domscheit-Berg / Foto: Tham-Fotoatelier
Anke Domscheit-Berg / Foto: Tham-Fotoatelier

Trumps Wahlerfolg ist nicht vom Himmel gefallen. Es gab keinen Bevölkerungsaustausch in den USA und auch kein Brainwash-Programm. Dem großen Entsetzen in der Wahlnacht ging eine jahrzehntelange Entwicklung voraus, die wir auch in Europa und auch in Deutschland beobachten können. Was dort Wählerinnen und Wähler so frustriert hat, dass sie nach dem Motto „nach mir die Sintflut! – Hauptsache, das Establishment wird abgewählt“ mehrheitlich einen unfassbar ungeeigneten und höchst gefährlichen Präsidenten wählten, passiert alles auch hier, nur etwas langsamer. Das gibt uns Zeit aber nicht mehr viel, denn die Auswirkungen sehen wir auch schon bei uns.

Aus verbreiteter Skepsis gegenüber Politik und Medien ist eine verbreitete Ablehnung geworden. Aus Stammtischparolen wurde öffentlich geäußerter Hass. Aus rassistischen Parolen wurden Brandstiftungen. Aus Wähler*innen wurden Nichtwähler*innen, aus Nichtwähler*innen wurden AfD-Wähler*innen. weiterlesen