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Nachrichten

Friedensdenkmal in Hiroshima

Mahnung zum Atombombenabwurf am 6. August 1945 über Hiroshima

Die BO - Dom - Vorsitzende Heidi Hauffe und der Fraktionsvorsitzende Andreas Kutsche - Mitglied in der BO-Dom - erklären zum 75. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki:

Atomwaffen stellen eine besondere Bedrohung für die Menschheit dar. Atomwaffen sind konzipiert, um Menschen und Infrastruktur gigantischen Schaden zuzufügen. Der Besitz von Atomwaffen soll der sogenannten nuklearen Abschreckung dienen. Um damit drohen zu können, die wichtigsten Orte eines Landes anzugreifen. Diese nukleare Abschreckung billigen die Weltmächte aber nicht allen Staaten zu. Deswegen werden u.a. weiterhin Kriege angezettelt.
Alle Atomwaffenstaaten und ihre Bündnispartner nehmen diese Bedrohung in Kauf und sehen den Einsatz von Atomwaffen als legitime Verteidigungsstrategie. Damit setzen diese Staaten ihre Bürgerinnen und Bürger der Vernichtungsgefahr aus. Immer wieder sind wir in der Vergangenheit an einem Atomkrieg vorbeigeschrammt. Zum Schutz unserer Stadt und deren Einwohner begrüßen wir sehr, dass es gelang, mit weiteren Fraktionen in der SVV eine Mehrheit zu schmieden, damit sich unsere Stadt - 75 Jahre nach dem Atombombenabwurf über Hiroshima - zum ICAN-Städteappel bekennt und diesen mitzeichnet.
Diese Mitzeichnung hat das Ziel, Druck auf die Bundesregierung auszuüben, damit diese den Willen der Bevölkerung achtet. Wenn Städte die Regierung dazu auffordern, dem Vertrag zum Verbot von Atomwaffen beizutreten, ist dies eine spürbare Mahnung, dass die hier in Deutschland lebenden Menschen Massenvernichtungswaffen ablehnen. Die Bundesregierung ignoriert diese Sicht bisher.
Deswegen! Nie wieder Hiroshima! Nie wieder Nagasaki! Nie wieder Krieg! NATO auflösen! Atomwaffen abschaffen! Frieden mit Russland und China statt Sanktionen! Abrüsten statt Aufrüsten - Rüstungsmilliarden in die Sozial-, Rentenkassen und in den Gesundheitsfonds!
Bertolt Brecht – als Vorkämpfer in der Bewegung für das Verbot von Atomwaffen schrieb:

Zum Kongress der Völker für den Frieden 1952

Das Gedächtnis der Menschheit für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz. Ihre Vorstellungsgabe für kommende Leiden ist fast noch geringer.
Die Beschreibungen, die der New Yorker von den Gräueln der Atombombe erhielt,
schreckten ihn anscheinend nur wenig. Der Hamburger ist noch umringt von den Ruinen,
und doch zögert er, die Hand gegen einen neuen Krieg zu erheben. Die weltweiten Schrecken der vierziger Jahre scheinen vergessen. Der Regen von gestern macht uns nicht nass, sagen viele.
Diese Abgestumpftheit ist es, die wir zu bekämpfen haben, ihr äußerster Grad ist der Tod.
Allzu viele kommen uns schon heute vor wie Tote, wie Leute, die schon hinter sich haben,
was sie vor sich haben, so wenig tun sie dagegen.
Und doch wird nichts mich davon überzeugen, dass es aussichtslos ist, der Vernunft gegen ihre Feinde beizustehen. Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen, damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde! Lasst uns die Warnungen erneuern, und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind! Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden.

„Das Gedächtnis der Menschheit“, aus: Bertolt Brecht, Werke. Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe, Band 12: Gedichte 2. © Bertolt-Brecht-Erben/Suhrkamp Verlag 1988.
 


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