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Nachrichten


Heike Jacobs, Fraktionsvorsitzende

Die Volkshochschule Brandenburg als unliebsames Kind der Verwaltung?

Die Stadtverwaltung möchte unter Ausschluss der Öffentlichkeit und damit möglichst unbemerkt die einzige kommunale Weiterbildungsstätte für Erwachsenenbildung umsiedeln und damit weiter zerstückeln.
Das darf aus Sicht der Linken auf gar keinen Fall passieren! Dieser Plan scheint einmal mehr zu zeigen, wie gleichgültig die VHS der Verwaltung zu sein scheint. So hatten die Mitarbeiter in der Vergangenheit mit monatelang unbesetzten Stellen zu kämpfen, wurde lange nach einem neuen Leiter gesucht, wurden laufende Bewerbungsverfahren abgebrochen, Lehrbereichsstellen bei gleichbleibenden Anforderungen herabgewertet und zu niedrigeren Entgeltgruppen wieder ausgeschrieben, wechselte jetzt nach nur relativ kurzer Zeit wieder die Leitungsperson… All dies geschah innerhalb relativ kurzer Zeit. Und trotzdem ist es den Mitarbeitern gelungen, die VHS als Schule durch lebhafte und interessante Angebote zu erhalten. Im letzten Jahr besuchten ca. 3000 Menschen bei ca. 150 Dozenten ihre Kurse! Auch feierte der Verband der Volkshochschulen erst kürzlich sein 100-jähriges Bestehen in den Räumen am Wredowplatz. Es war ein eindrucksvolles Fest, bei dem in den Gesprächen der Mitarbeiter und der Besucher deutlich wurde, wie wichtig diese Einrichtung ist. Lebenslanges Lernen auch im Erwachsenenalter ist kommunale Aufgabe und braucht neben modernen Themen und guten Dozenten unbedingt auch geeignete Räumlichkeiten.
Der Plan der Verwaltung ist ein Umzug in die Upstallstraße, wo die kommunale VHS eine Etage bekommen soll. Dies reicht vermutlich für alle Büros und höchstens drei Unterrichtsräume. Der Rest der VHS muss notgedrungen ausgelagert werden und bunt im Stadtgebiet verteilt werden. 6 Büros und 3 Unterrichtsräume sind doch aber keine VHS! Es würden 80 % der geplanten Kurse außerhalb verstreut stattfinden. Der Umstand, dass ein Großteil des Unterrichtsgeschehens außerhalb stattfinden soll, bedeutet einen enormen logistischen und organisatorischen Mehraufwand. Wie soll der damit verbundene finanzielle Mehraufwand (Schließdienste, technische Ausstattungen, Datenschutz, Betreuung taubstummer und blinder Sprachdozenten) abgedeckt werden?
Auch kommen ca. 50% der Kursteilnehmer wohl aus dem Innenstadtbereich, 5 % aus Hohenstücken und ca. 25 % von außerhalb. Warum wird nicht nach einem Standort in Bahnhofsnähe gesucht, unweit des aktuellen Standortes? Leer stehende Objekte wie in der Geschwister-Scholl-Straße 36 scheinen dafür sehr gut geeignet zu sein.
Volkshochschule lebt durch direkte Kommunikation, durch die Verflechtung von Lehrbereichsleitungen, Dozenten und Teilnehmern. Und durch ein gelebtes Leitbild. Aber genau dies scheint der Verwaltung an dieser Stelle abhanden gekommen zu sein. Welche Ideen hat sie für die Weiterentwicklung und Etablierung ihres eigenen Unternehmens? Allzu üppig scheinen diese nicht zu sein. Die Verwaltung nutzt die eigenen Ressourcen innerhalb ihrer Verwaltung selbst extrem wenig. Wie oft wurden für interne Weiterbildungen (zum Beispiel im Englischbereich) die Strukturen der VHS genutzt? Warum werden nicht die über die VHS bestehenden Netzwerke intensiver genutzt und damit der kommunale Standort einer modernen Erwachsenenbildung weiterentwickelt?
All dies sind Fakten und Fragen unsererseits zur aktuellen Situation. Die VOLKSvertretungen wurden in diese wichtige Planungen der VOLKShochschule nicht einbezogen und sollen jetzt möglichst klanglos ihrer Beerdigung zustimmen. Nicht mit uns!


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