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"Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!"

Am 27. April 1945 befreite die Rote Armee die Insassen des Zuchthauses Brandenburg-Görden, eine der größten dieser Anstalten im Dritten Reich. Zum 75. Jahrestag der Befreiung erklärt Daniel Herzog vom Kreisvorstand der Partei DIE LINKE:

"Neben der Euthanasie-Tötungsanstalt am heutigen Nicolaiplatz, in der 1940 mehr als 9.000 Menschen mit Giftgas ermordet wurden und die den Weg in die Gaskammern von Ausschwitz ebnete, erlangte unsere Stadt während des Dritten Reiches durch einen zweiten Ort des Schreckens traurige Berühmtheit.

Am 27. April 1945 setzten Einheiten der Roten Armee dem Gräuel im damaligen Zuchthaus Brandenburg-Görden, der heutigen Justizvollzugsanstalt, ein Einde. Noch eine Woche zuvor wurden dort Menschen mit dem Fallbeil ermordet. Politische Gegner, aber auch Zwangsarbeiter, Kriegsgefange und Angehörige religiöser Minderheiten aus mehreren europäischen Ländern wurden dort eingesperrt und mussten Zwangsarbeit, u.a. für die Rüstungsindustrie, verrichten. Mehr als 2.000 von ihnen wurden von den Faschist*innen ermordet", erklärt Daniel Herzog.

"Auch 75 Jahre nach dem Ende des dunkelsten Kapitels deutscher Geschichte müssen wir gemeinsam die Erinnerung an die Opfer und die Taten der Anhänger*innen dieser menschenverachtenden Ideologie wach halten. Denn die Worte Bertolt Brechts "Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!" sind heute leider noch immmer so aktuell wie zu seiner Zeit. Der Rechtsruck in ganz Europa, und darüber hinaus, zeigt dies schmerzhaft.

Mit dem Aufstieg der Alternative für Deuschland (AfD) gab es auch in der Bundesrepublik eine deutliche Diskursverschiebung nach rechts bis weit in die Mitte der Gesellschaft. Doch eine Ideologie der Ungleichheit wird dem Wunsch der allermeisten Menschen nach einem friedlichen und respektvollen Zusammenleben nicht gerecht.
Als LINKE setzen wir Hass, Diskriminierung und Ausgrenzung Solidarität, Emanzipation und Mitmenschlichkeit entgegen", ergänzt Herzog.

"Da aufgrund der Corona-Beschränkungen keine öffentlichen Gedenkveranstaltungen möglich sind wäre es eine schöne Geste, wenn möglichst viele Brandenburger*innen zu diesem Jahrestag am Sowjetischen Ehrenmal gegenüber des Steintorturms Blumen ablegen, so der Opfer des Faschismus gedenken und gleichzeitig ein klares Zeichen gegen rechte Menschenverachtung setzen würden.
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!", so Herzog abschließend.


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