{"id":2713,"date":"2026-04-22T12:12:31","date_gmt":"2026-04-22T10:12:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dielinke-stadt-brb.de\/?p=2713"},"modified":"2026-04-24T12:14:58","modified_gmt":"2026-04-24T10:14:58","slug":"merz-treibt-menschen-in-schuldenfalle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dielinke-stadt-brb.de\/?p=2713","title":{"rendered":"Merz treibt Menschen in Schuldenfalle"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend immer mehr Menschen finanziell unter Druck geraten, versch\u00e4rfen die Bundesregierung und Friedrich Merz die Lage weiter.<br \/>\nGeplante Einschnitte bei Rente und Pflege treffen genau diejenigen, die ohnehin schon k\u00e4mpfen m\u00fcssen und rei\u00dfen neue L\u00f6cher in den Lebensalltag der Menschen.<\/p>\n<p>Die gesetzliche Rente soll k\u00fcnftig nur noch eine Basisabsicherung sein. Gleichzeitig plant die Regierung massive Einsparungen im Gesundheitssystem und in der Pflege, um Milliardenl\u00fccken zu schlie\u00dfen.<br \/>\nMehr Eigenkosten, weniger Absicherung und ein wachsender finanzieller Druck auf Millionen Menschen.<\/p>\n<p>Auch in Brandenburg an der Havel zeigt sich, die Pflege steht schon heute massiv unter Druck. Personal wird weniger, gleichzeitig steigt der Bedarf. Ein Gro\u00dfteil der Besch\u00e4ftigten ist bereits \u00fcber 40 Jahre alt, viele sogar \u00fcber 50 Jahre.<br \/>\nDie Pflege altert selbst, w\u00e4hrend immer mehr Menschen versorgt werden m\u00fcssen.<br \/>\nDas System tr\u00e4gt sich vor allem durch wenige, stark belastete Strukturen. Hohe Teilzeitquoten und schwierige Arbeitsbedingungen zeigen, wie instabil die Lage bereits ist.<\/p>\n<p>Die Bundestagsabgeordnete und verbraucherschutzpolitische Sprecherin Christin Willnat (Die Linke) warnt:<br \/>\n\u201eHier wird der Sozialstaat St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck zur\u00fcckgebaut. Die Menschen sollen privat vorsorgen, mehr zahlen und gleichzeitig mit immer weniger Unterst\u00fctzung klarkommen. Wof\u00fcr zahlen die Menschen denn noch ein?\u201c<\/p>\n<p>Steigende Preise, unsichere Einkommen und ein aggressiver Kreditmarkt treiben immer mehr Menschen in die Verschuldung. Gleichzeitig stehen Schuldnerberatungsstellen kurz vor dem Kollaps. Wenn Menschen mehr f\u00fcr Pflege, Gesundheit und Altersvorsorge selbst zahlen m\u00fcssen, steigen die Schulden schneller und die Nachfrage nach Beratung explodiert.<br \/>\nSchuldnerberatungsstellen sind schon heute \u00fcberlastet. Mittel fehlen oder werden gestrichen und das bedeutet weniger Termine, l\u00e4ngere Wartezeiten oder gar keine Hilfe mehr.<br \/>\nMenschen, die keine Unterst\u00fctzung mehr bekommen, verlieren den \u00dcberblick.<br \/>\nMahnungen stapeln sich, Situationen eskalieren.<\/p>\n<p>\u201eDas ist eine gef\u00e4hrliche Kettenreaktion. Weniger soziale Absicherung f\u00fchrt zu mehr Schulden und gleichzeitig wird genau die Hilfe kaputtgespart, die Menschen wieder herausbringen k\u00f6nnte. Wer Renten k\u00fcrzt, Pflege verteuert und parallel die Beratung schw\u00e4cht, produziert bewusst soziale Krisen\u201c, so Willnat weiter.<\/p>\n<p>Das alles ist finanzierbar.<br \/>\nEs muss nur von der Lobby eingefordert werden, die f\u00fcr diese Entwicklung mitverantwortlich ist.<br \/>\nDass die Bundesregierung das aus ideologischen Gr\u00fcnden nicht einmal in Betracht zieht, ist ein sozialpolitisches Armutszeugnis.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/masgz.brandenburg.de\/sixcms\/media.php\/9\/Daten-und-Fakten-zur-Pflege-in-Brandenburg-an-der-Havel-2023.pdf\" target=\"_blank\"><span> &raquo; Quellennachweis<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend immer mehr Menschen finanziell unter Druck geraten, versch\u00e4rfen die Bundesregierung und Friedrich Merz die Lage weiter. 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