Rückblick mit Ausblick

- geschrieben von Heidi Hauffe -

Der Leser mit Durchblick wird sehr schnell die Doppeldeutigkeit verstehen!

Aus der besonderen Perspektive des Arbeitspräsidiums boten sich mir ungeahnte Sichtweisen auf ungefähr 70 Personen im Saal des TGZ für die Dauer von ca. sechs Stunden.
Ich konnte registrieren, wer mit wem am Rande diverse persönliche Gespräche führte (nicht immer störungsfrei für die davor sitzenden Personen),  wie intensive „Nachwuchspflege“ betrieben wurde, wie der SKB spannende Momente fast verpasste, wie Umräumungsarbeiten für den Wahlmarathon stattfanden, wie die Raucher raus - und reinhuschten und vieles andere mehr.

Erstaunlich war für mich die Aufmerksamkeit fast aller Anwesenden bis zum Schluss. Als besonders bemerkenswert erscheint mir in diesem Zusammenhang die neue Altersdurchmischung der Versammlung, vom wenige Wochen alten Parteinachwuchs bis hin zum gestandenen Parteiveteranen.
 
Letztendlich waren auch die Wahlen im wirklichen Sinne solche, da oft mehr Bewerber als zu vergebene Funktionen zur Verfügung standen.
 
Herzlichen Glückwunsch an René Kretzschmar zur Wiederwahl zum Vorsitzenden unseres Stadtverbandes!
Schön, dass Chriss Kühnel (von den Solids) sich mit seinen Ideen und jugendlichem Elan, obwohl in der Wahl für den Stadtvorsitz unterlegen, in die Arbeit der Partei als neues Stadtvorstandsmitglied einbringen wird!
 
Verbunden mit Lob, Kritik, Dank, Rückschau und Perspektive, sparte der alte und neue Stadtvorsitzende, René Kretzschmar, in seinem Rechenschaftsbericht kaum ein Politikfeld aus. Kein Wunder also, dass er den vorgegebenen Zeitrahmen überziehen musste. (Unser Präsidium waltete hier sehr großzügig seines Amtes.)
 
Überwiegend mit Ablehnung reagierte die Mehrheit der Anwesenden auf den Diskussionsbeitrag unseres linken Fraktionsvorsitzenden, Alfredo Förster.
Weshalb Alfredo Förster hier in einem verbalen Rundumschlag mehr „Peitsche als Zuckerbrot“, vor allem bezogen auf den OB Wahlkampf, an seine GenossInnen verteilte, erschließt sich mir nicht.
Ist ihm das Wort „Selbstkritik“ tatsächlich fremd?
 
Abgerundet wurde die Versammlung durch Ausführungen unserer Bundestagsabgeordneten Diana Golze. Sehr humorvoll und kompetent berichtet sie von einigen Details am Rande des Bundesparteitages der LINKEN (Verabschiedung eines linken Grundsatzprogramms) und von der daraufhin beantragten Aktuellen Stunde im Bundestag. Die allererste Aktuelle Stunde zu einem Parteiprogramm war eine vortreffliche Werbung für dasselbe!
 
Ja, alles in allem aus meiner Sicht eine gelungener „kleiner Parteitag“ der Brandenburger LINKEN, von Dr. Horst Maiwald souverän und straff geleitet.  
 
Zum Abschluss fasste die Gesamtmitgliederversammlung  einstimmig noch folgenden zukunftsweisenden Beschluss:
 
„Stadtvorstand und die Fraktion werden beauftragt in Kooperation mit den Basisorganisationen und Arbeitsgruppen unser Leitbild für die Stadt Brandenburg an der Havel zu entwickeln. Dieses Leitbild soll innerhalb des Stadtverbandes umfassend diskutiert und abschließend auf einer Gesamtmitgliederversammlung im Jahr 2012 beschlossen werden.“