16. Mai 2011

Wirtschaft in der Region Westbrandenburg auf gutem Weg

Am Sonnabend, 14.Mai 2015 lud die Rosa – Luxemburg – Stiftung (RLS)  des Landes Brandenburg  zu einer Wirtschaftskonferenz in das Technologie – und Gründerzentrum (TGZ) in der Stadt Brandenburg ein.

Das Thema lautete: „Entwicklung der Region Westbrandenburg – Stand und Perspektiven“. Ausgangspunkt dieser Konferenz war ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlungen Brandenburg an der Havel, Rathenow und Premnitz zur Erarbeitung eines gemeinsamen Wirtschaftsentwicklungskonzeptes für die Region Westbrandenburg. Im Mittelpunkt  stehen die Stadt Brandenburg an der Havel, als Regionaler Wachstumskern (RWK) sowie die Städte Premnitz, Rathenow und die Stadt  Havelsee. Vertreter aus den genannten Städten waren der Einladung der Stiftung gefolgt. Zu den Gästen gehörten u.a. die Oberbürgermeisterin der Stadt Brandenburg an der Havel, Frau Dr. D. Tiemann, der Bürgermeister und Kämmerer Herr S. Scheller, der Baubeigeordnete, Herr M. Brandt der Präsident der Industrie-und Handelskammer (IHK) Potsdam Herr Dr. V. Stimming und der Präsident der Fachhochhochschule Brandenburg, Herr Dr. G. Helmstädter sowie fast alle Fraktionsvorsitzenden der in der SVV vertretenden Parteien und weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft.

Hauptredner im ersten Teil der Veranstaltung war  der Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg, Herr Ralf Christoffers (Die Linke). Inhalt seiner Ausführungen waren aktuelle Arbeitsmarktzahlen, die aktuelle Entwicklung der Erwerbstätigkeit, verstärkte Probleme der Leih- und Zeitarbeit und die wichtige konstruktive Zusammenarbeit, sowohl mit dem Land Berlin als auch mit unserem Nachbarland Polen. In seinen Ausführungen bezog er sich auf Aspekte der zukünftigen sektoralen und regionalen Förderpolitik  Aufgrund immer knapper werdender Mittel im Land misst der Wirtschaftsminister der wirtschaftlichen Entwicklung der RWK`s in enger Kooperation mit dem Umland eine wachsende Bedeutung bei.

In der Diskussion ging es u.a. um die Themen erneuerbare Energien und die Fachkräftesituation in allen Bereichen.

Herr Stefan Kathke; Mitarbeiter des Planungsbüros „Ernst Basler und Partner“ stellte in einer Präsentation den bisherigen Stand der Erarbeitung eines gemeinsamen Wirtschaftskonzeptes vor. Dabei betonte er, dass Gemeinsamkeiten der drei Städte herausgearbeitet werden und sich alle drei Regionen auf ihre Stärken besinnen sollten und sich somit sinnvoll ergänzen.  
Nach der Mittagspause  fand,  anknüpfend an das vorher Gehörte, eine Podiumsdiskussion unter Leitung von Herrn Matthias Krauß (Autor und Journalist) statt. Die Gesprächspartner waren neben Frau Dr. Tiemann die Vertreter der Städte Rathenow und Premnitz Herr Norbert Heise (Amtsleiter für Wirtschaft und Finanzen), Herr Mike Stampehl (Fachbereichsleiter Wirtschaft) sowie der ehrenamtliche Bürgermeister der Stadt Havelsee, Herr Günther Noack.

Kernaussagen dieser Diskussion waren u.a. die einheitliche Präsentation der Region nach innen und außen, die Integration der Fachhochschule Brandenburg als Bindeglied zwischen den Regionen und deren Bedeutung im Hinblick auf die regionale Fachkräftesituation.  Eine wichtige Forderung der Teilnehmer der Podiumsdiskussion war die Erarbeitung eines einheitlichen Verkehrskonzeptes als notwendige Voraussetzung einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung.

Ergebnis der Diskussion: Bereits vorhandene Ressourcen, Kompetenzen und Entwicklungsmöglichkeiten  müssen ausgelotet und gebündelt werden.
In  seinem Schlusswort hob der Geschäftsführer der RLS, Herr Dr. Detlef Nakath, die Bedeutung dieser Konferenz sowohl für die Stiftung als auch für Kommunalpolitiker vor Ort und Vertreter der Wirtschaft hervor. Mit der inhaltlichen Ausrichtung dieser Konferenz betrat die Stiftung gewissermaßen Neuland, da  der Schwerpunkt der politischen Bildungsarbeit sonst v.a. bei Geschichtsthemen liegt.

Dr. Nakath stellte eine ähnliche Veranstaltung zu diesem Thema im kommenden Jahr in Aussicht, dann eventuell in Premnitz. Ein herzliches Dankeschön allen aktiv Beteiligten und den Organisatoren einer interessanten Veranstaltung. Vielleicht kann diese Konferenz auch dazu beitragen, das Interesse an den turnusmäßigen monatlichen Bildungsveranstaltungen der RLS in unserer Stadt weiter anzuregen.

Kerstin Huch und Dr. Horst Maiwald
Rosa – Luxemburg Stiftung Brandenburg