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Marco Büchel, jüngster Landtagsabgeordneter der LINKEN

Marco, als du geboren wurdest…

war es das Jahr 1983, ein Jahr vieler Ereignisse.  Es war das Internationale Jahr der Kommunikation. Die Grünen sind erstmals in den Deutschen Bundestag eingezogen. Der Stern hat die angeblichen Hitler-Tagebücher exklusiv veröffentlich und sich damit sehr blamiert, da sie gefälscht waren. Man sollte mit übermittelten Daten vorsichtig sein. Zudem haben hundertausende Menschen 1983 sich im Bonner Hofgarten versammelt um für Frieden und Abrüstung und gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren.  Im Palast der Republik gab es Rock für den Frieden mit Udo Lindenberg.

Sieben Jahre später sah die Welt schon anders aus, weil….

1990 das Wende-Jahr war. Auch für mich. Im Frühjahr habe ich noch stolz mein blaues Pionierhalstuch erhalten und getragen. Obwohl ich später feststellen musste, dass mein Pionierausweis gar nicht unterschrieben war.

Im Jahr 2002 begannst du dich für Politik zu interessieren. Warum?

Ich hatte meine mündliche Abiturprüfung im Fach Politische Bildung abgelegt. Meine Aufgabe war eine Karikatur zum Thema Politikverdrossenheit zu analysieren. Meine Prüfung war der Anfang. Der Anfang für mich selber aktiv Politik zu machen und gegen die Politikverdrossenheit zu agieren.  Nur wir selber, wir Politiker, können die Politikverdrossenheit im Land abbauen.  Für mich ist Politik selber tun, mich einbringen und andere überzeugen mitzumachen.

Warum bist du bei den LINKEN aktiv? 

Menschen wie ein Joachim Fiedler und Angela Hannemann aus Märkisch Oderland, haben mir gezeigt, dass man mit linker Politik Regionen wie meiner Heimat -das Oderbruch- eine Perspektive geben kann. Aus Begegnungen mit solchen Menschen wächst Mut. Junge Leute wie ich brauchen Visionen, Ziele, Zukunft, gute, wirklich gute Bildung und Arbeit und unser Land brauch eben diese jungen Leute.

Wir können doch nur mitmachen, wenn wir wissen wofür.  Ich weiß, dass ich als junger linker Politiker eine besondere Verantwortung habe. Das heißt, Gleichaltrigen zu sagen und zu zeigen, dass es sich lohnt einzumischen. Aber es fordert auch Disziplin und Fleiß.