9. Mai 2018

"Es geht um eure Zukunft!"

Anke Domscheit-Berg stellt der Klasse die Calliope Minis vor.

Dr. Wolfgang Erlebach begleitete die Übergabe der Mini-Controller

Zahnputzraum an der Gebrüder-Grimm-Grundschule

Anke Doscheit-Berg unterstützt den Protest gegen die Teilnahme der AfD am Europatag am Von-Saldern-Gymnasium

Anke Domscheit-Berg im Gespräch mit Michael Naumann von der THB

Wahlkreistour: Anke Domscheit-Berg in Brandenburg an der Havel. 

In der vergangenen Woche tourte unsere Bundestagsabgeordnete Anke Domscheit-Berg durch ihren Wahlkreis (60). Den Montag verbrachte sie im Westhavelland, Dienstag in Potsdam- Mittelmark und Mittwoch in Brandenburg an der Havel. Im Rahmen zahlreicher Termine, bei denen die Abgeordnete ihren Wahlkreis und dessen Menschen noch besser kennenlernen durfte, war ein Thema klar im Fokus - die Digitale Bildung. An jedem der drei Tage überreichte die netzpolitische Sprecherin der Linksfraktion einen Klassensatz Calliope Mini-Controller an Grundschulen, zuletzt an die Gebrüder-Grimm-Grundschule in Hohenstücken, dort begleitet vom Beigeordneten für Soziales der Stadt Brandenburg an der Havel Dr. Wolfgang Erlebach.

"Ich möchte, dass ihr nicht nur Nutzer*innen der Technik seid, sondern dass ihr die Entwicklung auch selbst mitbestimmt.", erklärt Anke Domscheit-Berg ihr Anliegen den Schülerinnen und Schülern. Mit dem Mini-Controller können sie erste Programmierschritte lernen - wie z.B. ein Spiel wie "Schere, Stein, Papier" zu bauen. Alle Lehrmaterialien sind kostenlos erhältlich auf der Homepage des Calliope-Projektes (www.calliope.cc), die regelmäßig erweitert wird. Die Klassensätze finanziert die Abgeordnete aus Nebeneinkünften, die sie durch ihre publizistischen Tätigkeiten erhält. Nach der Übergabe der Calliopes wurde Anke Domscheit-Berg in der Grimm-Grundschule in Brandenburg an der Havel von der Schulleiterin Frau Schiller durch die Bildungsstätte geführt. Sie berichtete über die zahlreichen Initiativen an der Schule, die mit viel Herzblut umgesetzt werden: So gibt es einen Zahnputzraum, einen Schulhund namens "Bruno" sowie Senior*innen, die als Streitschlichter*innen in der Schule agieren. "Ich wünschte, mehr Schulen hätten so engagierte Schulleiterinnen wie Frau Schiller. Dies ist ein Ort, an dem Kinder mehr als nur den Lehrstoff übermittelt bekommen, hier kommt man gerne hin.", resümiert die Abgeordnete.

Um die Zukunft des Schulalltags ging es anschließend auch im von Saldern-Gymnasium, welches Anke Domscheit-Berg zu seinem alljährlichen Europatag einlud. An diesem Tag soll die Idee von Europa von den Schülerinnen und Schülern diskutiert werden - zusammen mit Politiker*innen. Anke Domscheit-Berg nahm an einer Debatte zum Thema "Sicherheit in Europa" teil. Anwesend war auch der Bundesvorsitzender der AfD, Jörg Meuthen, was die Entscheidung für oder gegen eine Teilnahme nicht einfach machte für die Abgeordnete. "Ich empfand es als wichtig, dem Rechtspopulisten nicht die Bühne zu überlassen und ihn nicht die inhaltliche Agenda bestimmen zu lassen.", so Anke Domscheit-Berg. "Den Fragen der Schüler*innen stellte ich mich natürlich sehr gern und freute mich über die rege Beteiligung." So versuchte sie, ihre Vorstellungen von einer solidarischen, demokratischen und sozialen EU zu beschreiben, denn eine eigene Idee zu haben sei wichtiger, als sich nur an Rechts abzuarbeiten. "Ich wünsche mir, dass wir alle nicht mehr hinnehmen, dass Europa die tödlichste Grenze der Welt hat.", betont die Abgeordnete. In der Diskussion erhielt sie viele interessante Fragen der Schüler*innen, was erkennen ließ, dass das Thema Flucht und Sicherheit in Europa die Gemüter der jungen Menschen bewegt. Es ist wichtig, den Dialog mit ihnen zu suchen, denn Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit.

Der Tag in Brandenburg an der Havel, als auch die Wahlkreistour, endeten mit einem Besuch an der Technischen Hochschule. Die Entwickler der "NotrufPlus"- App, Herr Naumann und Herr Wikarski, stellten ihr Konzept vor, das sie gemeinsam mit Katrin Tietz, der Ausländer- und Behindertenbeauftragten der Stadt Brandenburg an der Havel und Sybille Kluge, Vorsitzende des Behindertenbeirats, erarbeitet hatten. Die Anwendung soll es allen Menschen - auch denen mit körperlichen Einschränkungen - ermöglichen, über ihr Smartphone schnell und effektiv Hilfe zu rufen. "Ich bin sehr begeistert von dieser Initiative und unterstütze das freiwillige Engagement sehr gerne auch durch meine Möglichkeiten als Abgeordnete.", erklärte Anke Domscheit-Berg dazu, die für die Linksfraktion als Obfrau im Ausschuss Digitale Agenda sitzt. "Eigentlich müsste es so etwas schon längst geben, es ist doch bei den heutigen technischen Möglichkeiten nicht nachvollziehbar, dass man bei einem Anruf einer Notrufnummer wie 110 sprechen und hören können muss, als gäbe es weder Chat noch Videofunktionen." So können beispielsweise Gehörlose keine Hilfe rufen. "Die existierenden Lösungen sind unpraktische, realitätsferne Krücken.", resümiert die Bundestagsabgeordnete weiter. Sie wird das Projekt künftig begleiten und unterstützen. Die Überschrift "Es geht um eure Zukunft!" zog sich konsequent durch alle Besuche, Gespräche und Debatten - ob beim Thema Digitalisierung, sichere Grenzen, Fremdenfeindlichkeit oder Inklusion. Es geht darum, wie wir in Zukunft miteinander leben wollen und darum, dass junge Menschen dazu ermutigt und befähigt werden, bei der Gestaltung der Zukunft einen aktiven Part zu übernehmen. "Es kommt auf euch an!": Eine Botschaft, die Anke Domscheit-Berg an die Schüler*innen gerichtet, auch in den kommenden Wahlkreistagen weitertragen möchte.