1. Juni 2018 Dietmat Bartsch (MdB), Bettina Fortunato (MdL)

Einen Tag lang im Mittelpunkt

Bettina Fortunato (MdL)

Internationaler Kindertag: Dietmar Bartsch will sich nicht mit der Armut von Minderjährigen in Deutschland abfinden

Der 1. Juni ist Kindertag. Heute finden an vielen Orten, in Kitas, Schulen und anderen Kindereinrichtungen Kinderfeste statt. Das ist gut so. »Kinder sind unsere Zukunft.« Ein beliebter Satz, auch in der Politik. Stimmt immer. Sagt aber nicht, wie diese Zukunft aussieht und wie sie gestaltet wird. Das aber ist eine Schlüsselfrage unserer Zeit, weil damit im Kern die Frage beantwortet wird, wie wir zusammen leben wollen.

Ich sitze in meinem Heimatland Mecklenburg-Vorpommern in einer Runde mittelständischer Unternehmer. Wir diskutieren über die Entwicklung der hiesigen Wirtschaft, die Stärkung von Arbeitnehmerrechten, die sich sortierende ehemals »Große Koalition« in Berlin. Große Augen schauen mich an, als ich der Runde die Arbeit des »Netzwerkes gegen Kinderarmut« vorstelle: Kinderarmut in Deutschland? Gibt’s doch nicht wirklich, alles Statistik! Doch, Kinderarmut gibt es! Jedes fünfte Kind in Deutschland lebt in Armut, in Ostdeutschland ist fast jedes vierte Kind von Armut betroffen. Das sind insgesamt 2,7 Millionen Kinder! Eine brandmarkende Zahl! Ein Skandal! Ein Armutszeugnis für unser reiches Land! Ja, es ist ein Erfolg unseres »Netzwerkes gegen Kinderarmut«, dass im Koalitionsvertrag das Thema Kinderarmut erstmals eine relevante Rolle spielt. Aber traurige Wahrheit ist: Wer als Kind arm lebt, wird häufig auch als Erwachsener arm sein. Wer als Kind und Erwachsener in Armut lebt, ist öfter krank und stirbt früher. weiterlesen

In diesem Zusammenhang nimmt auch die sozialpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, Bettina Fortunato Stellung:

"Der Brandenburger Landtag hat gestern über den Kinderarmuts-Bericht der Landesregierung diskutiert. "Kinder leiden besonders stark unter den Folgen von Armut.

Es fehlt in den Familien nicht einfach nur Geld. Arm zu sein heißt für Kinder in erster Linie, nicht dabei sein zu können – beim Kino- oder Zoobesuch, beim Eisessen, bei der Klassenfahrt."

Hier gehts zum Videostatement von Bettina Fortunato.