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9. Juli 2018 Heidi Hauffe und Andreas Kutsche

Die Sage vom Fahrstuhl am Marienberg?

Nein, es ist keine Mär von alters her, und ja, seit der Buga 2015 gibt es einen öffentlichen Fahrstuhl an der Südseite des Marienbergs, in der Nähe der Gaststätte.

Laut Aussage des Oberbürgermeisters (Antwort auf eine Anfrage von Dr. Klaus Erlenkamp (DIE LINKE) im Ausschuss für Umwelt, Recht, Ordnung und Petition-AUROP) wird der Aufzug täglich früh und abends auf Funktion geprüft, früh aufgeschlossen (6  Uhr) und abends abgeschlossen (20 Uhr). Nur kennt diesen Aufzug fast niemand. Das muss sich ändern. Wenn die Stadt schon ein Pfund für 300.000 Euro besitzt, warum nicht damit auch wuchern? 
Nächste Woche findet die „Lebens-Art-Messe“ mit knapp 80 Ausstellern auf dem Marienberg statt. Da sollte der Aufzug doch genutzt werden, um Besucher mit und ohne Handicap in den Genuss der „Lebensart“ kommen zu lassen!

Eine ordentliche Ausschilderung des Zugangs zum Fahrstuhl muss es auch geben. Die Fertigstellung  der Beschilderung für den Fahrstuhl auf dem Marienberg wurde in einem weiteren Antwortschreiben von Herrn Scheller auf eine Frage von Dr. Klaus Erlenkamp (DIE LINKE) im AUROP für Ende Mai benannt. Zumindest am unteren Eingang des Marienbergs vom Nikolaiplatz aus haben wir keinen Hinweis gefunden, außer einem kleinen Vermerk auf einem Übersichtsplan. Auch der kleine Zusatz an einem Plan an zwei Parkverbotsschildern am Krankenhaus kann ja nicht Alles gewesen sein. Wenn man Brandenburger bzgl. des Fahrstuhls am Marienberg fragt, ist es erstaunlich, wie viele diesen gar nicht kennen. Selbst den Betreiber des Restaurants auf dem Marienberg ist die aktuelle „Fahrstuhllage“ nicht genau bekannt. „Der ist doch geschlossen“, heißt es. Stimmt aber so nicht. Nur nachts, wenn sie nach Hause wollen. (Schlüssel besorgen?)

Also es ist keine Sage. Der Aufzug existiert wirklich, funktioniert und hochkant bekommt man sogar ein Fahrrad mit hinein. Für 8 Personen ist er zugelassen. Bitte weitersagen und ihn auch nutzen.

Wir finden er ist wichtig und er soll besonders Menschen mit Beeinträchtigungen helfen, sicher auf den Marienberg zu gelangen. Vom Nikolaiplatz aus ist der sehr steile Weg bis zum Aufzug leider für Rollator-Nutzer oder Personen im Rollstuhl ohne Hilfe wohl eher nicht zu bewältigen. Nicht ganz so steil ist der Zugang allerdings von der Seite des Parkplatzes am Krankenhaus.

Aber am Beginn beider Zuwege fehlen große, auffallende Hinweise!

Sehr praktisch ist der Fahrstuhl für „lauf- und rollstuhlfähige“ Patienten des Krankenhauses. Oder für Eltern mit ihren Kinder, die einfach keine Lust haben, bis ganz hoch auf den Marienberg zu laufen. Diese werden vielleicht eher motiviert, wenn sie einmal Fahrstuhl fahren können.

Der Fahrstuhlausgang oben befindet sich direkt an schönen Blumenbeeten.
Der Marienberg ist seit der Buga 2015 weitestgehend barrierefrei. Wir sind optimistisch, was die dauerhafte Funktionsfähigkeit des Fahrstuhls betrifft.

Vielleicht einfach mal selbst testen. Zum Public Viewing der letzten Fußball-WM-Spiele im Restaurant auf dem Marienberg oder aber zur „Lebens-Art-Messe“ am nächsten Wochenende.
Abwärts geht es nach 20 Uhr dann allerdings zu Fuß.