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16. Juli 2018 Claudia Sprengel

Kommentar zum MAZ Artikel "Nukleare Sichherheit wird hier gelehrt"

Die Technische Hochschule in Brandenburg an der Havel ist für die Stadt ein wichtiger Ort für Innovation und um junge Menschen mit ihren Ideen in die überalterte Stadt zu locken. Viele Studiengänge spiegeln den Zeitgeist wider - und den Bedarf: So gibt es einen Master für Digitale Medien und auch Studiengänge, die sich mit nachhaltiger Energiegewinnung beschäftigen. Umso verwunderlicher ist daher, dass ein neues Fach „Nukleare Sicherheit" nun auch seinen Platz in dieser Reihe einnehmen soll. Im Masterstudiengang soll es zwar größtenteils um Sichheitsmanagement gehen, dennoch unterstützt er eine zu tiefst unökologische und zudem gefährliche Industrie. DIE LINKE.Brandenburg an der Havel bedauert diese Entscheidung. Wir glauben, dass der sozial-ökologische Wandel vor allem dadurch gelingt, in erneuerbare und kommunale Energiegewinnung zu investieren, nicht in bereits veraltete und gefährliche Versorgungsstrategien. Auch den Kreis der Adressat*innen auf Schwellenländer zu beziehen, verlagert die Probleme nur außerhalb unserer Sichtweite. Da in Deutschland die Akzeptanz für Atomkraft sinkt, will man es nicht vor der eigenen Haustür. Doch der Import von Energie macht uns abhängig von teils uneinschätzbaren Staaten und Großkonzernen. Wir wünschen uns eine staatlich geförderte Lehre und Forschung, die nach Alternativen sucht - also Innovation fördert, so wie es die THB in vielen anderen Bereichen tut. 

Link zum Artikel:http://www.maz-online.de/Lokales/Brandenburg-Havel/Atomkraftwerke-Nukleare-Sicherheit-THB-Masterstudium-Brandenburg-an-der-Havel