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23. April 2010

Keine Beteiligung der LINKEN an der Hexenjagd

Ein neuer "Stasifall" belastet die Stadtverwaltung. Diesmal traf es einen Fachbereichsleiter. Dass die Menschen den Verrat lieben, aber nicht den Verräter, wird Karl-Heinz Erler dann sicher auch demnächst erfahren.
 
Eine differenzierte Bewertung seiner Vergangenheit und vor allem seines Beitrages für das Gemeinwohl nach dem Untergang seiner DDR wird in diesem Zusammenhang nur Wenige interessieren.
Und spätestens seit dem Abdanken des städtischen Pressesprechers wissen wir auch um den Opportunismus unserer Oberbürgermeisterin in dieser Frage.
 
Trotz Berufsfreiheit (Artikel 12 GG) wird wohl nun über verschiedene Parteien oder den Medien schnell suggeriert werden müssen, dass auch die Arbeit eines ehemaligen IM`s als Fachbereichsleiters im öffentlichen Dienst den Bürgern (den Parteien?) in dieser Stadt nicht zumutbar wäre.
 
An dieser Art Hexenjagd wird sich DIE LINKE wie gewohnt nicht beteiligen.
 
Wir stellen vielmehr fest, dass es bisher keinen Anlass gab, die Arbeit der Bauaufsicht und des Tiefbauamtes und seines Leiters in der Öffentlichkeit zu kritisieren.
 
Seine nunmehrige öffentliche Beschimpfung als Denunziant im Zusammenhang mit den Ereignissen um die Abwahl des damaligen Baubeigeordneten Herrn Dr. Ralf Krombholz hat nichts mit seiner früheren IM-Verpflichtung zu tun. Sie blendet jedoch die Strippenzieher, Adressaten und parteipolitischen Nutznießer der Erler`schen Anschwärzungen aus.

Die Abwahl Krombholz war ein politischer Akt der Neuzeit. Politischen Nutzen zog daraus u.a. das ehemalige SED-Mitglied Frau Dr. Tiemann.